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Grüne Tipps: Ihr Garten im April

Einleitung

April 2025 Der Frühling ist in vollem Gange, und der Garten erwacht zu neuem Leben. Damit Obstbäume wie der Pfirsich kräftig wachsen, das Gemüsebeet ertragreich wird und Zierpflanzen in voller Pracht blühen, gibt es jetzt einiges zu tun. Vom richtigen Schnitt über die Bodenpflege bis hin zum Schutz vor Schädlingen – wer im April aktiv wird, legt den Grundstein für eine gesunde und blühende Gartensaison. Hier erfahren Sie, welche Maßnahmen jetzt besonders wichtig sind.

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So schön: Winterheckenzwiebeln mit Blüten

Rund um Zierpflanzen nach oben

Blickfang: eine Akeleimischung in voller Blüte

Der Gräserrückschnitt bzw. das Auszupfen abgestorbener Halme und Blätter ist fällig. Blütenstauden, die nicht immergrün sind, werden spätestens jetzt auf ca. 10 cm über dem Boden zurückgeschnitten. Eine Handvoll Hornspäne pro m² und eine etwa 6 cm starke Mulchschicht aus Nadelholzrinde oder sogenanntem Perlkies (Körnung 5 bis 20 mm) bringen das Wachstum in Schwung, halten Wasser für die Pflanzen im Boden zurück und begünstigen später üppige Blüten.

Kübelpflanzen erfahren eine ähnliche Behandlung: Rückschnitt und Umpflanzen in neue, hochwertige Erde bzw. Rückschnitt und Startdüngung liefern Kraft für den neuen Flor. Die meist mediterranen Kübelpflanzen werden nun so hell wie möglich aufgestellt, damit die neuen Triebe kompakt wachsen und nicht vergeilen. Dabei zunächst die pralle Mittagssonne meiden, sonst gibt es möglicherweise Verbrennungen der jungen Blätter.

Die meisten Sommerblumen, also Einjährige, aber auch Zwei- und Mehrjährige, sind Ende des Monats ebenfalls zur Aussaat freigegeben. Zu den letztgenannten gehört die äußerst vielfältige Akelei. Lassen Sie dieser Art freien Lauf bei ihrer Vermehrung im Garten, so entstehen in den nächsten Jahren infolge natürlicher Kreuzung die interessantesten Blütenformen und -farben.

Rund ums Gemüse nach oben

Um die Ernte der ersten Kartoffeln etwas zu verfrühen, können die Anbauflächen mit einem leichten Gemüseschutzvlies abgedeckt werden. Allerdings ist an warmen Tagen zu lüften. Ab Mitte Mai kann auf das Vlies verzichtet werden.

Falls der Platz im Garten schon knapp geworden ist, können Sie direkt in bzw. auf einem Sack Pflanzerde kultivieren. Der Sack wird flach auf die Terrasse oder einen Weg gelegt und unterseits mit ein paar Löchern als Wasserabzug versehen. Oberseits pflanzt man in Kreuzschlitze Gewürzpflanzen wie Schnittlauch, Kresse, Petersilie, Basilikum oder Rauke. Aber nicht nur Kräuter, alle flach wurzelnden Gemüse kann man auf diese Weise anbauen. Wichtig ist hierbei, das Gießen nicht zu vergessen, denn der meiste Regen läuft auf der Folie ab. Nach der Kultur kann die Erde in einem beliebigen Beet flach eingearbeitet werden.

Vorgezogene Tomatenjungpflanzen kommen jetzt ins Gewächshaus.

Vorgezogene Tomatenpflanzen dürfen schon ins ungeheizte Gewächshaus. Bei Außentemperaturen von unter 5 °C sollten sie jedoch zur Sicherheit noch mit einem leichten Vlies abgedeckt werden. Aussaaten, die als Jungpflanzen später in den Garten gepflanzt werden sollen, können nun im Gewächshaus vorgenommen werden. Dies betrifft besonders Eisbergsalat, Tomaten, Gurken und Zucchini.

Ins Freiland sät man nun, zur Staffelung der Ernte etwa alle drei Wochen neu, geringere Mengen folgender Gemüsearten: Salat, frühe Möhren, Radies und Rettich, Rauke (Rukola) und aromatische Asiasalate (Senfkohlsorten). Auch Schalotten-Zwiebeln können in den Boden, hierbei sind – anders als bei Speisezwiebeln – die größeren Steckzwiebeln Trumpf. Je länger sie dann wachsen können, desto reicher fällt die Ernte aus.

Wer eine Winterheckenzwiebel sein Eigen nennt, kann schon etwas Zwiebellauch ernten. Der Vorlauf dieser im Freien überwinternden Art ermöglicht frühe und kontinuierliche Ernten über die gesamte Vegetationszeit.

Rund um den Pfirsich nach oben

Weinberg- oder Plattpfirsich: Diese neuere Züchtung ist noch aromatischer als bisher bekannte. Das Schöne ist, sie wachsen und reifen auch nördlich der Weinberge Deutschlands. Pfirsichbäume brauchen einen sonnigen, geschützten Standort, am besten 3 bis 5 m südlich einer Mauer. Da die frühe Blütezeit, oft schon im März, wegen Spätfrost gelegentlich zum Totalausfall der Ernte führt, ist die Wandnähe eine gute Idee. Eine Mauer strahlt nachts Wärme ab und kann somit Blüten vor dem Erfrieren bewahren. Humushaltiger, lehmig-sandiger Gartenboden und eine regelmäßige Versorgung mit Kompost sind als Standort ideal.

Junge Bäume soll man erziehen, was durch regelmäßigen Schnitt geschieht. Bei Pfirsich ist der etwas speziell, aber durchaus zu handhaben. Pfirsich bildet drei Triebtypen aus: sogenannte wahre Fruchttriebe, falsche Fruchttriebe und Holztriebe. Kennzeichen wahrer Fruchttriebe ist, dass an jedem Auge ein bis zwei rundliche Blütenknospen stehen, die von einer spitzen Blattknospe flankiert werden. Falsche Fruchttriebe dagegen sind nur mit runden, unfruchtbaren Blütenknospen besetzt. Die hier fehlenden Blattknospen führen zum Verhungern der Fruchtansätze. Holztriebe schließlich haben nur spitze, keine runden Blattknospen, die ausschließlich Blätter und neue Holztriebe hervorbringen. Im April, beim sogenannten Knospenschwellen, kann man die verschiedenen Knospenformen recht gut erkennen.

Und so wird geschnitten: Holztriebe etwa auf die Hälfte einkürzen. Falsche Fruchttriebe schneidet man ganz ab oder lässt an ihrer Basis nur ein bis zwei Augen stehen. Diese Augen können im Folgejahr Ausgangspunkt für neue wahre Fruchttriebe werden. Alle wahren Fruchttriebe werden etwas eingekürzt. Es sollen nur wenige Früchte verbleiben, bei zu vielen bleibt die einzelne Frucht zu klein. Pro Trieb sind sechs bis acht Pfirsiche mit jeweils etwa 10 cm Abstand von Frucht zu Frucht genug. Abgetragene Äste, Totholz und sich reibende Zweige werden kontinuierlich herausgeschnitten, sobald man sie erkennt.

Da Pfirsichbäume häufig Opfer der pilzlichen Erreger der Kräuselkrankheit sind, wird eine vorbeugende Spritzung mit einem Pflanzenstärkungsmittel, z. B. auf Schachtelhalmbasis, empfohlen. Ein luftiger, sonniger Standort trägt zum schnellen Abtrocknen der Blätter nach Regen bei und macht es dem Schadpilz schwerer, den Baum zu attackieren. Wenn die blasigen Beulen der Kräuselkrankheit auf den Laubblättern erscheinen, ist es bei überschaubar großen Kronen sinnvoll, diese Blätter abzupflücken und im Restmüll zu entsorgen, um so den Befallsdruck dieser Krankheit zu reduzieren.

Für höhere Erträge ist das Pflanzen einer weiteren Pfirsichsorte hilfreich. Zwar ist Pfirsich selbstfruchtbar, jedoch gibt es bei Kombination von mindestens zwei verschiedenen Sorten größere Erntemengen. Dies ist auch von anderen Obstarten, z. B. Kulturheidelbeeren, Johannis- und Stachelbeeren bekannt.

Ohrwurmquartiere aus mit Holzwolle gefüllten Tontöpfen, die kopfüber in die Bäume gehängt werden, helfen übrigens Nützlingen bei der Vertilgung von Läusen in den Kronen.

  • Grüne Tipps: Gartenpflege im März: Das ist jetzt zu tun